Volksbank-Fusion kommt nicht zustande!

Die Volksbanken Rhein-Ruhr und Ruhr Mitte schließen sich nicht wie geplant zusammen.

Duisburg, 21. Oktober 2020 - Eine große VerbundVolksbank mit zwei Hauptstellen in
Duisburg und Gelsenkirchen wird es nicht geben. Im Verlauf der Projektarbeit sei es den
Beteiligten zunehmend deutlich geworden, dass es deutliche kulturelle Unterschiede
zwischen beiden Häusern gebe. Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Ruhr Mitte haben
daraufhin Anfang dieser Woche beschlossen, die Fusionsgespräche nicht fortzuführen. Trotz
einer intensiv erfolgten Suche nach Lösungen werde in der derzeitigen Konstellation keine
Perspektive für eine zukunftsträchtige Zusammenarbeit gesehen

Thomas Diederichs, Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr, findet die Entscheidung
zur Fusionsabsage „auf jeden Fall sehr schade“. Immerhin sei damit aber rechtzeitig Klarheit
geschaffen worden, insbesondere auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schwieriger wäre ein solcher Schritt erst kurz vor der Beschlussfassung durch die Vertreterversammlungen im nächsten Jahr gewesen. Allerdings: „Es hätte sehr gut gepasst“,
so Diederichs. Viele gute Ideen seien bereits auf dem bisherigen Weg entwickelt worden. Er
bedauert deshalb die Entscheidung.

„Schade, gerade mit Blick auf die absehbaren Herausforderungen in der Zukunft, ließen sich
viele Aufgaben gemeinsam meist besser lösen“, bedauert auch Dr. Peter Bottermann,
Vorstandssprecher der Volksbank Ruhr Mitte.

Wirtschaftlich sehen sich beide Banken in der Lage, auch ohne eine Fusion die Zukunft zu
meistern. „Wir sind beide erfolgreiche und kerngesunde Banken, die gut in ihren jeweiligen
Regionen aufgestellt sind. Es ging von Anfang an um ein gemeinsames Agieren aus der
Position der Stärke heraus“, bestätigen beide Vorstandssprecher.

Nach der Entscheidung, die Fusionsgespräche zu beenden, werden beide Häuser nun
selbständig weiterarbeiten und, so versichern beide Vorstände, weiterhin in guter
nachbarschaftlicher Verbindung bleiben. Dies geschieht nicht zuletzt über eine Zusammenarbeit in gemeinsamen Tochtergesellschaften oder im
Firmenkundenkreditgeschäft.