Vertreterversammlung bei der Volksbank Rhein-Ruhr - Mitgliedervertreter verzichten auf 2% Dividende um den Spendentopf der Bank zu erhöhen!

Mülheim an der Ruhr, 23. April 2015 – Die Volksbank Rhein-Ruhr berichtete am vergangenen Mittwoch 160 Mitgliedervertretern und Gästen über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. In der alljährlichen Vertreterversammlung berichten Aufsichtsrat und Vorstand über den Jahresabschluss der Bank und stimmen gemeinsam mit den Mitgliedervertretern der Genossenschaftsbank über die Gewinnverwendung ab.

Die 31.000 Mitglieder der Genossenschaftsbank erhalten neben attraktiven Mitgliedervorteilen in jedem Jahr eine Dividende auf ihr Genossenschaftsguthaben ausgezahlt, die weit über Marktniveau liegt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlugen in diesem Jahr eine Änderung vor. Im Vorjahr wurden 6% Dividende an die Mitglieder ausgezahlt, in diesem Jahr sollen es nur noch 4% sein.

Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes, erklärte dies so: „Mit einem Verzicht auf 2% pro Genossenschaftsanteil haben wir die Möglichkeit den Spendentopf für die Region um 100.000 Euro zu erhöhen. Das sind 100.000 Euro mehr zur Förderung von sozialen und kulturellen Projekten in der Region.“ Dieser Vorschlag wurde sofort von den 130 anwesenden Mitgliedervertretern akzeptiert. „Unser Auftrag als Genossenschaftsbank ist es nicht den Vorteil der Mitgliedschaft über die Zahlung einer Dividende herauszustellen, sondern den Mitgliedern und Kunden zu zeigen, dass wir unseren Förderauftrag ernst nehmen!“, so Diederichs.

Die Vergabe der Spenden findet auch in diesem Jahr wieder über die vier Mitgliederräte der Bank statt, die aus Vertretern und Mitgliedern aus Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Ratingen-Lintorf bestehen. Bewerben können sich alle Projekte um eine Spende unter

www.foerderprogramm-rhein-ruhr.de.

Alles in allem zeigte der Vorstand sich in der Versammlung sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis 2014. Die Bilanzsumme stieg auf 1,46 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis lag weit über dem des Vorjahres. Gerade wegen den weiter schwierigen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten blickt der Vorstand wachsam in die Zukunft. „Für uns heißt dies: Wir erwarten mittelfristig geringere Einnahmen im Zinsgeschäft, allgemein sinkende Margen und steigende Aufwendungen durch die Regulatorik. Dies sind alles Herausforderungen, die wir meistern müssen und aber auch zu meistern wissen.“, betont Diederichs.

Die anhaltende Niedrigzinsphase, das poltische und wirtschaftliche Umfeld und der weiter intensive Wettbewerb erfordern solide Strukturen, die eine Genossenschaftsbank bereits durch ihre Rechtsform mitbringt.