Bilanzpressekonferenz der Volksbank Rhein-Ruhr

Duisburg, 23.02.2015 - Wieder ordentliches Ergebnis im Jubiläumsjahr und in sehr schwierigen Zeiten für Banken. Die Volksbank Rhein-Ruhr blickt wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Trotz der für Banken schwierigen Umstände durch die anhaltende Niedrigzinsphase und gestiegenen regulatorischen Anforderungen ist Vorstandssprecher Thomas Diederichs mit dem Ergebnis zufrieden: „Das stabile Wachstum unserer Einlagen und Verbindlichkeiten zeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten ein vertrauensvoller Partner für unsere Mitglieder und Kunden sind und unseren genossenschaftlichen Auftrag erfüllen!“.

Mit einer auf 1,46 Milliarden Euro gestiegenen Bilanzsumme und einem Betriebsergebnis weit über dem des Vorjahres zeigte sich der Vorstand der Volksbank mit dem Ergebnis 2014* zufrieden. Die Rahmenbedingungen für Banken sind schwieriger geworden und auch die Situation an den Welt- und Finanzmärkten hat sich nicht verbessert. „Die Regierungen sind gefordert, klare Konzepte, Investitionsvorhaben oder Anreize zu liefern, um die Deflation irgendwie zu stoppen. Die Verantwortung kann nicht auf die EZB delegiert werden.“ äußerte sich Vorstandssprecher Thomas Diederichs zur aktuellen Konjunkturlage. „Die anhaltende Niedrigzinsphase, das wirtschaftliche Umfeld und der weiter intensive Wettbewerb erfordern solide Strukturen, die eine Genossenschaftsbank bereits durch ihre Rechtsform mitbringt.“ Die stabile Entwicklung des gesamten Kundengeschäftes sieht der Vorstand als Beweis für diese Aussage: „Alle von uns vermittelten und betreuten Vermögenswerte und Finanzierungen sind im vergangenen Jahr auf 2,59 Milliarden Euro gestiegen. Ein Beweis dafür, dass uns unsere Mitglieder und Kunden auch in schwierigen Zeiten als verlässlichen Partner sehen und uns treu bleiben“, betont Diederichs. „Dies alles ist aber letztendlich nur mit einer guten und motivierten Mannschaft möglich – und die haben wir“, so der Sprecher des Vorstandes.

Die Vorstandsmitglieder Thomas Diederichs (Sprecher) und Oliver Reuter bei der Bilanzpressekonferenz.

Nach einem erfolgreichen Jubiläumsjahr blickt die Bank erwartungsvoll in das bevorstehende Jahr 2015. Neben dem Umzug in die neue Zentrale an den Innenhafen sind weitere Projekte geplant: „Wir arbeiten konsequent an der Optimierung unserer Beratungsprozesse und vertrauen dabei voll auf die Genossenschaftliche Beratung. So werden wir unsere Mitglieder und Kunden noch aktiver in den Beratungsprozess einbinden, um so individuellere Lösungen zu finden.“ Dass die Genossenschaftliche Beratung ein Erfolgsmodell ist, zeigt wieder die positive Entwicklung im beratungsintensiven Vermittlungsgeschäft. Bei den vermittelten Vermögensanlagen stiegen die Fondsdepots bei der Fondsgesellschaft Union Investment um 12 % auf nun über 267 Millionen Euro, die Bausparguthaben bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall auf über 53 Millionen Euro und die Rückkaufswerte bei der R+V Versicherung wuchsen um 5 % auf nun über 63 Millionen Euro. Diederichs begründet diese Entwicklung: „In Zeiten niedriger Zinsen sind Anleger durchaus bereit, gewisse Risiken einzugehen, um die Chance auf eine höhere Rendite zu haben. Während die Anleger bei Bauspar- und Versicherungsverträgen vor allem den Vorteil großer Sicherheit genossen, sahen die Fondssparer und Wertpapierkäufer in erster Linie die Chancen.“ Insgesamt erreicht das Verbundeinlagevolumen einen neuen Höchststand von über 522 Millionen Euro. Der Provisionsertrag hat insgesamt von 11,9 Millionen Euro auf 12,5 Millionen Euro auch leicht zugelegt. „Dies ist auch bundesweit, gemessen an der Bankgröße, ein hervorragendes Ergebnis.“, betont Diederichs. Mit einem Zinsüberschuss von 29,3 Millionen Euro zeigt sich der Vorstand zufrieden, blickt aber auch kritisch in die Zukunft: „Durch die weiter sinkenden Margen müssen wir intensiv daran arbeiten, unsere Aufwände zu reduzieren. Es ist uns zwar auch in 2014 wieder gelungen, unsere Sachkosten zu senken, von 9,9 auf 9,5 Millionen Euro, dies muss aber auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, um die Zukunftsfähigkeit unseres Genossenschaftsunternehmens zu sichern“, stellte Thomas Diederichs klar raus. Dabei sei es kein Weg, Geschäftsstellen zu schließen. Im Gegenteil: Die Bank hat 2014 weiter in den Aus- und Umbau ihrer Geschäftsstellen investiert und plant in diesem Jahr die Verlegung ihrer Zentrale an den Innenhafen. Und dort sowie am Sonnenwall die Eröffnung einer neuen Geschäftsstelle.

Nach Aussage von Thomas Diederichs hat die Niedrigzinsphase auch einen positiven Effekt: Die Menschen in der Region leihen sich mehr Geld und die Unternehmen investieren. So hat die Bank in 2014 über 904 Millionen Euro an Kredite ausgegeben, im Jahr davor waren es noch 881 Millionen Euro. Dass die Genossenschaftsbank sich intensiv für die Menschen in der Region engagiert, zeigt auch das in 2014 installierte Förderprogramm. Im September rief die Bank dazu auf, Spendenanträge über das internetbasierte Tool einzureichen. Allein im letzten Drittel des Jahres erreichten die Bank mehr als 70 Anträge, die den neu gegründeten Mitgliederräten zur Entscheidung vorgelegt wurden: „Unsere Mitgliederräte, bestehend aus Vertretern der Mitgliederversammlung und Multiplikatoren aus unserer Region, entscheiden mit über die Vergabe von Spenden. Dieser Weg ermöglicht uns und unseren Mitgliedern eine faire und transparente Auswahl und Vorgehensweise. Durch die regionale Aufteilung sind wir als Ihr Partner der Region noch näher dran.“, so Diederichs. In dieser Woche können unter www.foerderprogramm-rhein-ruhr.de noch Anträge für die nächste Entscheidungsrunde eingereicht werden.

Alles in allem, blickt der Vorstand der Genossenschaftsbank zufrieden auf das Jahr 2014 und setzt sich für 2015 das Ziel, das Ergebnis des Vorjahres mindestens zu halten und auch in einer für Banken schwierige Zeit für die Menschen in der Region weiter ein vertrauensvoller und kompetenter Partner zu sein.

* Die Bilanz der Bank wird offiziell durch die Vertreterversammlung am 22. April 2015 festgestellt.