150ster Geburtstag der Volksbank Rhein-Ruhr - große Pläne im Jubiläumsjahr

Duisburg, 06. Juni 2014 – Eineinhalb Jahrhunderte sind ein guter Grund zum Feiern. Eine der großen Genossenschaftsbanken im Ruhrgebiet feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Mit der Gründung, des „Ruhrorter Vorschuß-Vereins“ im Jahre 1864, wurde der Grundstein für die heutige Volksbank Rhein-Ruhr gelegt. Von mutigen und weitsichtigen Männern in Duisburg gegründet, verfolgte sie das Ziel den mittelständischen Betrieben in Ruhrort zu helfen. Durch diesen soliden Grundstein konnte sich der genossenschaftliche Grundgedanke und somit eine erfolgreiche, demokratische Unternehmensform in der Region etablieren. In den Jahren nach der Gründung veränderten sich auch die Rahmenbedingungen an Rhein und Ruhr. Dass die genossenschaftlichen Prinzipien vor Krisen schützen, wurde mehr als einmal in der Geschichte bewiesen. Die Wirtschaftskrise 1874 bremste den Boom der Gründerzeit. Der erste Weltkrieg, die Inflation 1923, die Weltwirtschaftskrise 1929, die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs – all diese Herausforderungen galt es auch für eine regionale Genossenschaftsbank zu überstehen. Die Währungsreform von 1948 markiert den Wechsel von der Schattenwirtschaft zu einem geordneten ökonomischen System, dem bald darauf mit der Einführung des Grundgesetzes im Westen des geteilten Deutschlands der Aufbau einer politischen Ordnung folgte. Nach mehreren Zusammenschlüssen der ersten Genossenschaftsbank im Rheinland mit anderen Genossenschaftsbanken in der Region wuchs eine große Bank heran, die heute mit einer Bilanzsumme von 1,3 Mrd. Euro und rund 280 Mitarbeitern zu den großen Genossenschaftsbanken in der Region gehört.
 
Jubiläumsfeier in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr
Im Zuge des Festaktes am 23. Mai feierte die Genossenschaftsbank im Kreise ihrer Vertreter und einigen Gästen aus Wirtschaft und Politik ihr 150- jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Abends feierte der Jubiläumsfilm „Gemeinsam erreichen wir mehr.“ – der ab sofort auch auf der Homepage der Bank zu finden ist – Premiere. Neben der Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Heinz-Rainer Nöhles, hielt Vorstandssprecher Thomas Diederichs eine Festrede. Des Weiteren erwartete die Gäste ein Grußwort von NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans,  Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes und Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr. Unter den Gästen waren ebenso der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link und der Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Klaus Wehling. Der Abend wurde musikalisch vom Draganov Ensemble mit Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker begleitet.
 
„Geschenke“ für Mitglieder und Kunden
Das Kreditinstitut feierte am 05. Juni auch mit seinen über 30.000 Mitgliedern und rund 71.000 Kunden. In jeder der 16 Geschäftsstellen wurde einiges geboten: Neben einer Nostalgiefotoaktion, einem Geburtstagskuchen, einem Currywurst Stand konnten sich die Besucher an vielen Dingen erfreuen und gemeinsam mit den Teams der Geschäftsstellen Geburtstag feiern. Darüber hinaus präsentiert die Volksbank Rhein-Ruhr ihre spannende Geschichte in einer Chronik, die ab sofort über alle Geschäftsstellen zu bekommen ist. „Wir haben uns für das Jubiläumsjahr einiges vorgenommen“, betont Vorstandssprecher Thomas Diederichs. „Wir machen die Genossenschaft erlebbarer. Mit unserem Wertesiegel setzen wir neue Maßstäbe und garantieren unseren Mitgliedern und Kunden, dass unsere Produkte in völligem Einklang mit unseren Werten Vertrauen, Fairness, Menschlichkeit und Toleranz stehen.“ Die Mitglieder der Volksbank Rhein-Ruhr profitieren ebenfalls vom Jubiläum, denn die Bank zahlt ihnen zusätzlich einen Jubiläumsbonus von 1,5 Prozent auf die 6 prozentige Dividende ihrer Geschäftsanteile aus. Und auch in ihr soziales Engagement investiert die Volksbank Rhein-Ruhr anlässlich ihres Jubiläums: „Wir werden in diesem Jahr Regionalbeiräte gründen. Diese Beiräte stehen im Austausch mit dem gesamten Vorstand, diskutieren wichtige Themen und dienen somit als Multiplikator für die Region. Auch die Vergabe von Spenden und Zuwendungen in die Region entscheiden zukünftig die Regionalbeiräte. Mit einer Spende von 45.000 EUR, die zu gleichen Teilen, also mit jeweils 15.000 Euro, in die Spendentöpfe der Regionalbeiräte und somit nach Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Ratingen-Lintorf fließt.“ sagt Thomas Diederichs. Neben den geplanten Maßnahmen zur Stärkung der Genossenschaft, wird sich die Volksbank Rhein-Ruhr im kommenden Jahr auch räumlich verändern. Der Umzug in den Innenhafen ist für Sommer 2015 geplant und erfordert noch einige Vorbereitungsmaßnahmen. „Wir sehen den Umzug an den Innenhafen als Investition in die Zukunft. Die Immobilie bietet uns die nötigen Ausbaureserven für eine wachsende und erfolgreiche Volksbank Rhein-Ruhr der Zukunft.“ sagt Diederichs.
 
Zeitlose Werte verbinden Tradition und Moderne
So steht bei der Volksbank Rhein-Ruhr immer der Mensch im Mittelpunkt – damals wie heute. Denn der Ruhrorter Vorschuß-Verein, an dessen Gründung noch Hermann Schulze-Delitzsch, Begründer des deutschen Genossenschaftswesens, persönlich beteiligt war, ist sich sicher: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“. „Dieser Satz hat während unseres 150-jährigen Bestehens nie seine Gültigkeit verloren“, erklärt Thomas Diederichs. Und das ist gut so: „Das nachhaltiges Wirtschaften kombiniert mit genossenschaftlicher Beratung den Investmentbankern und Großbanken um Längen und Jahrzehnte voraus ist, zeigt der Erfolg unseres Unternehmens. Dass Besinnen auf genossenschaftliche Grundwerte, wie Fairness, Vertrauen, Menschlichkeit und Toleranz, wenn es ehrlich und langfristig gedacht ist, eher Anerkennung findet, zeigt unsere Geschäftsentwicklung und die der gesamten genossenschaftlichen Gruppe.“ Denn die Einlagen- und Institutssicherung der Genossenschaftsbanken ist so modern und aktuell wie vor 80 Jahren. Ein Grund, warum die Volksbank Rhein-Ruhr auch in Zeiten der Finanzmarktkrise kontinuierliches Wachstum verzeichnen konnte. Der Vorstand der Genossenschaftsbank blickt zuversichtlich nach vorne und betont: „Für mich steht fest: Der genossenschaftlichen, werteorientierten Geschäftspolitik gehört die Zukunft!“